Chronik

Im Februar 1924 wurde im kleinen Dorf Hopfen am See (16 Bauernhöfe und 5 bis 6 Privathäuser) unter der Leitung des Schullehrers Josef Hiemer die Blaskapelle Hopfen am See gegründet. Gründungsmitglieder waren Lehrer Josef Hiemer, Gallers Paul (Paul Reichard), Weichars Ludwig und Hans (Ludwig und Johann Kuhn), d´r Schuster (Alfons Keller), d´r Wirt (Franz Guggomos), Bergers Cornel (Cornel Keller) und Straußers Josef (Josef Eggensberger).
Es wurde dreimal in der Woche in einer Tenne geprobt. Lehrer Hiemer, der in seiner Lehrerausbildung auch als Organist ausgebildet war, wirkte als Dirigent und Trompeter. Die Geburtswehen sollen recht grausam gewesen sein und das Gespött der damals schon länger bestehenden Nachbarkapellen nicht minder. Trotzdem war die Hopfener Kapelle schon nach 2 Jahren in der Lage beim Füssener Feuerwehrjubiläum 1926 in Feuerwehruniform mitzuspielen. Nach einigen Jahren wurde die Gruppe um einen Posaunisten (Wirt´s Sepp später als Lätschn Sepp bekannt) und einer großen Trommel erweitert.

Mit Beginn des 3. Reiches begann auch dessen Touristikprogramm „Kraft durch Freude“ und die Blaskapelle zog regelmäßig zur ca. zwei Kilometer entfernten Bahnhaltestation Reinertshof um dort die „KDF“- Feriengäste musikalisch zu empfangen und abzuholen. In dieser Zeit wurden Begrüßungs-, Heimat- und Abschiedsabende zusammen mit dem Trachtenverein und der Theatergruppe gestaltet.

Während des 2. Weltkrieges waren nur noch 2 Musikanten in der Heimat um den Gefallenen auf dem Friedhof die letzte Ehre zu erweisen. Nach dem Krieg formierte sich die Kapelle unter Gustav Seeger neu. Bei der Fahnenweihe im Nachbarort Rieden war die Kapelle mit 15 Mann erstmals in alpenländischer Tracht dabei.

Die legendären Seefeste in den 50er Jahren wurden auch zum Großteil von der Musikkapelle Hopfen mit veranstaltet.
Leider sind über die Anfangszeit keine genaueren Aufzeichnungen vorhanden. Erst anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Kapelle 1964 fasste Gründungsmitglied Josef Eggensberger viele Begebenheiten im späteren Schriftführerbüchlein zusammen.
1967 wurde das Gemeindehaus feierlich eingeweiht. Hier konnte die Blaskapelle erstmals einen eigenen Proberaum beziehen.
Unter Mithilfe der Waldgenossenschaft, des Kur-&Verkehrsvereins und der Gemeinde Hopfen wurde 1971 ein Musikpavillon am Ufer des Hopfensees errichtet.
Mit Brigitte Guggemos, Ingrid und Gabi Brenner spielten 1973 ersten Damen in der ca. 20 Musiker starken Gruppe mit.
1976 bekam die Kapelle durch den Bau des Haus Hopfensee die Möglichkeit Konzerte in einem großen Saal abzuhalten. Ebenso wurde im Keller des Hauses ein Proberaum geschaffen, den sich die Kapelle mit dem Trachtenverein teilte.

Die jetzt getragene alpenländische Tracht wurde 1979 angeschafft.
Dirigent Herbert Steffen übergab 1987 nach 9-jähriger Amtszeit die Leitung der ca. 30 Musikantinnen und Musikanten an Krimhilde Dornach. Somit war die Musikkapelle Hopfen am See die erste Kapelle im weiteren Umkreis, die von einer Dirigentin geleitet wurde.
2004 wählte die Kapelle mit Marion Fischer den ersten weiblichen Vorstand im Bezirk 3 des Allgäu Schwäbischen Musikbundes.
Aufgrund neuer Brandschutzbestimmungen erhielten wir 2011 im Haus Hopfensee zusammen mit dem Trachtenverein einen neuen Proberaum, der nun einen eigenen Eingang hat.

Vorstände:
Alfons Keller
Otto Eggensberger
Hubert Merkl
Bernhard Eggensberger
Marion Fischer
Bernhard Eggensberger
Andrea Greinwald

Dirigenten:
Josef Hiemer
Erdmann Leipziger
Gustav Seeger
Alfons Keller
Alfred Hartmann
Willi Helmer
Erich Jabob
Hans Baldauf
Herbert Steffen
Krimhilde Dornach
Andreas Eggensberger
Verena Ostheimer
Andreas Eggensberger

 

© 2019 Musikkapelle Hopfen am See